Simone Hausladen

Ich liebe Bücher. Ich habe stets eines dabei und sie liegen bei mir überall herum. Schon immer habe ich verschiedenste Autoren und Genres gelesen. Wenn ich in eine Buchhandlung gehe, ist die Tasche, mit der ich wieder herauskomme, schwer. Ich lasse mich von Covern, Titeln und Bildern gefangen nehmen und kann es jedes Mal kaum erwarten Zeit zu haben, den Inhalt der Geschichten zu erforschen. Über die Jahre hinweg haben sich Vicki Baum und F. Scott Fitzgerald als zwei meiner Lieblingsautoren herauskristallisiert.

Vicki Baum (u. a.: Liebe und Tod auf Bali, Menschen im Hotel) zeichnet ihre Figuren so liebevoll, dass ich mich immer wieder frage, ob diese real waren oder wirklich nur erfunden. Und obwohl F. Scott Fitzgerald nur vier Romane vollendet hat (u. a.: Der große Gatsby, Diesseits vom Paradies), denke ich, dass jeder von ihnen außergewöhnlich ist und dieser Schriftsteller ein absoluter Künstler der Feder war. Wie diese Autoren es geschafft haben, in der Zeit, in der sie gelebt und geschrieben haben, solche Bücher zu verfassen, ist mir ein Rätsel. Ich meine damit: ohne Computer, ohne Dudensoftware, ohne Word-Suchfunktionen und ohne Internet.

In meinen Regalen finden sich aber auch Autoren unserer Zeit wie zum Beispiel Ken Follett, Oliver Pötzsch, John Katzenbach, Martin Suter, Nele Neuhaus oder Kerstin Gier. Nach einem Thriller lese ich einen Liebesroman oder ein Sachbuch, manchmal aber auch alles parallel und quer.

Mein eigener erster Roman „Backe, backe Ehemann“ hat sich aus Erzählungen entwickelt, die ich auf meinem Laptop gespeichert hatte. Irgendwann haben sie sich zu einer Geschichte zusammengefügt und Nicki ist entstanden. Ich schreibe schon seit meiner Schulzeit, und so startete ich auch mein Berufsleben bei einer Tageszeitung mit dem täglichen Verfassen von Berichten, Reportagen und Meldungen. Nach dem Wechsel zur Psychologie blieb ich dem Schreiben treu. Ich arbeitete zahlreiche Manuskripte aus und verfasste nur für mich selbst Geschichten.

Ich habe viele Ideen und entwickle ständig neue Konzepte für Romane oder Ratgeber. Jetzt, da ich in Kürze nach Zürich zurückkehre, schreibe ich an Geschichten und Erzählungen über Schanghai. Das erleichtert es mir von dieser Stadt und diesem Land nach fast sechs Jahren Abschied zu nehmen.